2009 – Das Verlegenheitskind

  • Beitrag veröffentlicht:1. September 2018
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Um wenigstens ein bisschen Geld von seiner geizigen Frau Kreszenz zu bekommen, erfand der Bauer Dominik Quastl eine uneheliche Tochter, für die er finanziell zu sorgen habe. Als sich aber sein Sohn in dieses „Verlegenheitskind“ verliebt, lässt sich die Notlüge nicht länger aufrechterhalten.

Ensemble

Autor Franz Streicher
Regie Maria Schendzielorz
Maria Friedrich 
Maske Renate Kreuz / Lisa Kreuz
Bühnenbild Wolfgang Harrer / Ludwig Kohl
Bühnentechnik Oskar Götz / Reinhold Kragl
Schauspieler  
Dominik Quastl  Wirtshausbesitzer und Dorfkramer Bernhard Biller 
Kreszenz Quastl  seine Frau  Maria Friedrich 
Franz Quastl Sohn Benjamin Krapf 
Severin Hirzberger Freund von DominikBernd Lehner 
Monika Hirzberger seine FrauKarin Schulz
Eva HirzbergerTochterDaniela Spies 
Krispin Knecht bei Severin Reinhard Seidl 
Wickenhauser Simerl PostboteWaldemar Welsch 
Petronella Meier  Heidi Wisneth
Vroni MeierTochter, KellnerinLisa Kreuz

Amberger Zeitung, 07.01.2009


Gutes Theater auf der Laienbühne

Freihung.(prö) Es gab viel zu lachen und zu schmunzeln beim Theaterstück “Das Verlegenheitskind”, das die Freihunger Theatergruppe am vergangenen Wochenende im Gemeindezentrum aufführte. Vor zahlreichen Zuschauern bewiesen die Laiendarsteller, dass gutes Theater nicht nur von großen Bühnen präsentiert werden kann. 

Ein volles Haus bei der Premiere, lang anhaltender Beifall am Ende und immer wieder Szenenapplaus während der Vorstellung waren Lohn für die Arbeit und Mühen, die Regisseurin Maria Schendzielorz und ihr Team seit gut einem Vierteljahr auf sich genommen haben. Das Bühnenbild wurde mit vielen originalgetreuen Details (Wolfgang Harrer, Ludwig Kohl und Werner Luber) ausgestattet und erntete viel Lob. Das wichtigste jedoch waren die sehr guten Laiendarsteller. Aber auch das Lustspiel von Franz Steiner traf den Geschmack des Publikums.

Schwer unterm Pantoffel

Selbiges handelt davon, dass der Bauer Dominik Quastl (Bernhard Biller) schwer unter den Pantoffeln seiner Frau Kreszenz (Maria Friedrich) steht und von ihr finanziell kurz gehalten wird. Um wenigstens ein bisschen Geld zu bekommen, erfand der Bauer eine uneheliche Tochter, für die er finanziell zu sorgen hat. Zweiundzwanzig Jahre lang bekam er deshalb von seiner Frau an jedem Monatsende 50 Mark für seine Tochter.

Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als ihm seine Frau zum 50. Geburtstag eine Überraschung machen will und seine angebliche Tochter zum Geburtstag einlädt. Kellnerin Vroni (Lisa Kreuz) gibt sich als diese Tochter aus. Die wiederum ist in Wahrheit die Freundin des Quastl-Sohnes Franz (Benjamin Krapf). Für zusätzliches Chaos bei der Geburtstagsfeier sorgte die Mutter der Vroni, Petronella Meier (Heidi Wiesneth), die überraschend auftaucht. Als dann auch noch Severin (Bernd Lehner), der Freund von Quastl erscheint, bricht die Lügengeschichte zusammen.
Petronella Meier erkennt in ihm den richtigen Vater ihrer Tochter Vroni. Und da gibt es auch noch den Knecht Krispin (Reinhard Seidl), der in Wahrheit der Sohn von der Bäuerin Kreszenz ist. Da ist der Bauer Quastl wieder obenauf, weil seine tugendhafte Frau einen Fehltritt hatte. Zum Schluss versöhnen sich natürlich wieder alle, es gibt ein Happy End. Kein Wunder, dass es viel Szenenapplaus gab und langanhaltenden Beifall am Schluss.

Noch zwei Vorstellungen

Bleibt noch zu erwähnen, dass hinter den Kulissen Erika Urban als Souffleuse, Renate und Lisa Kreuz für die Maske sorgten, Reinhold Kragl und Oskar Götz für Licht- und Tontechnik zuständig waren. Das Theaterstück wird noch am Samstag um 20 Uhr und am Sonntag um 19 Uhr aufgeführt. Kartenverkauf im Friseursalon Kreuz und an der Abendkasse.